Der elastische Raum / 2018

Diplomarbeit

 

Auf dem ehemalige Gelände des Wiener Nordbahnhofes, dessen ambivalente Geschichte fast in Vergessenheit geraten ist, untersucht ein architektonischer Entwurf die Potentiale des öffentlichen Raumes und wie diese durch die Sprache der Performancekunst gestärkt und erweitert werden können.

Der öffentliche Raum bildet den Hintergrund künstlerischer Prozesse, die aus traditionellen Spielorten, wie dem Theater, heraus und in direkten Kontakt mit den Menschen in ihrem alltäglichen Umfeld treten.

Der elastische Raum stellt die Frage, wie Architekten andere Wege finden können, um öffentlichen Raum mit einer poetischen Herangehensweise zu entwickeln.

Raumkonzept, Plakatentwurf für Heilig Abend

R: Irmgard Lübke/ Theater im Container Telfs, Tiroler Volksschauspiele Telfs

mit Lisa Hörtnagl, Helmuth A. Häusler

 

Die Zeit rennt, es ist sozusagen fünf vor zwölf, denn der geplante terroristische Anschlag soll doch um Mitternacht stattfinden. “Sie spricht in sehr langen Sätzen“, er versucht sie aus dem Konzept zu bringen, er braucht ein Geständnis, eine(n) Schuldige(n). „Besser Unrecht leiden als Unrecht tun“ oder doch umgekehrt? Weil es „besser ist, etwas Falsches zu tun als gar nichts zu tun?“ Verstörend, fesselnd, brandaktuell, minimalistisch und doch opulent in den Kernaussagen. (c) www.meinbezirk.at

RAUM-BETRACHTER*INNEN / the smallest gallery-collaboration space

Ausstellung mit Lorenz Friedrich und Wolfgang Novotny

 

Anhand einer digitalen Rekonstruktion des das Schaufenster umgebenden Raumes wird dieses neu interpretiert. Somit wird eine andere Sichtweise und Wahrnehmung der (räumlichen) Situation möglich. Die kleinen BetrachterInnen, modellhafte Miniaturfiguren aus Holz geschnitzt, nehmen diesen Ort ein und passen sich den Möglichkeiten des Raums an.

An der Schnittstelle zwischen Fiktion und Realität wird die Rezeption des Schaufensters als Kunstort in einen neuen Kontext gestellt.

Ausstattung für Alte Meister

R: Irmgard Lübke/Tiroler Landestheater

mit Andreas Wobig, Jan-Hinnerk Arnke, Michael Arnold

 

Der Werkstattraum [K2] des Tiroler Landestheaters als Raumbühne gedacht, eröffnet ganz neue Spielräume, gibt den Schauspielern die Möglichkeit in direkten Kontakt mit dem Publikum zu treten und macht das Ganze zu einem einheitlichen Museumsraum. Somit werden die Zuseher Teil der Aufführung und zu Museumsbesuchern.

Echotecture

mit Klangforum Wien, Anna Viebrocks Bühnenbildklasse, Projekt mit David Mohoric

 

Die neue Gattung umfasst Musiktheaterereignisse die nicht durch Libretti oder Kompositionssysteme, sondern durch Koordinaten räumlicher Umgebungen, von den Studierenden der Bühnenbildklasse entworfen, liniiert werden.

(c) Klangforum Wien

 

Two poems to Polly ist ein 1000 Jahre altes Lied einer japanischen Dichterin, das der Komponist Peter Eötvös für einen sprechenden Cellisten vertont hat.

Die Töne, sowie die Sprache sind mal ganz vorsichtig, mal sehr kräftig und direkt und erzeugen so eine sehr spezielle Eigendynamik. Durch gezielt gesetzte Pausen entsteht ein Gefühl des Fragmentarischen, der Ton schwillt langsam an und ist im nächsten Moment schon wieder verflogen. Dies spiegelt sich in der abstrakten Verfilmung des Liedes wieder und komplementiert so Sprache und Musik mit dem Visuellen. Interpretiert wird das Ganze von Benedikt Leitner, in einer sehr intimen Situation, die den Zuhörer in direkten Dialog mit dem Cellisten treten lässt.

 

Bilder der Stadt kartieren/ Wien Museum Ausstellungsteilnahme/ 2016-17

 

Insbesondere wurden Karten als Medien diskutiert, um Muster und Organisationsformen in Stadt und Gesellschaft zu verstehen, um diese anschließend in eigens entwickelten Methoden darzustellen. Mittels Befragungen an acht Schulstandorten in Wiens Außenbezirken versuchten die Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien die subjektive Wahrnehmung der Stadt Wien aus Perspektive von Schüler*innen zu erfassen. Die Vorgehensweise der Datenerhebung und Auswertung nimmt Bezug auf die Methoden des US-amerikanischen Architekten und Stadtplaners Kevin Lynch, dargestellt in seinem Buch The Image of The City von 1960.

(c) Antje Lehn / Akademie der bildenden Künste Wien

 

the other space / 2016
Studioleitung Hannes Stiefel

Um zu lernen und neue Ideen entwickeln zu können, braucht es einen anderen Ort, der sich von der Stadt abhebt und an dem ich frei denken und agieren kann.

Während die Landschaft mir die Möglichkeit der Freiheit gibt, bildet die Stadt den Rahmen meines Denkens. Es braucht einen radikalen Befreiungsschlag, der Raum schafft für neue Ideen. Nur da wo nichts ist, kann etwas Neues entstehen. Somit bedingt die Etablierung einer neuen Schule die Utopie, von der Stadt zurückgezogen.

Die neue Architekturschule braucht Räume die auf den Entwicklungsprozess eines Projektes abgestimmt sind. Eine neue Raumerfahrung durch den Körper und die enge Verbindung mit der Umgebung machen ein uneingeschränktes Denken möglich.

Ars Electronica / Ausstellungsbeitrag /2015/16

Movements

In the far future any need for action has disappeared. Movement is pure leisure. Without the need for transportation infrastructure, the planning of the city is driven by notions of pleasure and experience. The bicycle has a renaissance as the ideal object for a pleasure ride and to retain the wellbeing of an otherwise passive society.

Zukunftswege

celebration – movement – infrastructure / 2015

Studioleitung Hannes Mayer/Daniela Herold

 

Wenn man unseren Alltag heutzutage genauer ansieht, merkt man, dass dieser sich immer passiver gestaltet. Immer mehr technische Errungenschaften sollen unser tägliches Leben erleichtern und bequemer machen. Im Jahr 3000 wird jegliche Anstrengung im  Alltag wegfallen. Doch der Mensch hat seit jeher den Drang sich zu bewegen und sportlich zu betätigen und genau dieses Verlangen wird in Zukunft auf Grund der mangelnden Bewegung wesentlich stärker ausgeprägt sein.

 

Wenn man Fortbewegungsarten innerhalb einer Stadt betrachtet, hat in meinen Augen, das Fahrrad immer wieder seine großen Potentiale, dass es z.B.: billig und ökologisch ist, unter Beweis gestellt. Deshalb widmet sich der öffentliche Raum der Stadt Wien im Jahr 3000 völlig dem Fahrrad als Freizeitbeschäftigung und Fortbewegungsmittel zugleich.

Somit wird ein Netzwerk von unterschiedlichen Radwegen auf verschiedenen Höhen eine völlig neue Infrastruktur in der Stadt kreieren.

Es geht darum den öffentlichen Raum und dieses Wegenetz zur Attraktion, zum Erlebnis zu machen, um die Bewegung zu zelebrieren, sodass die Bevölkerung Lust bekommt sich daran bei Bedarf zu bedienen.

MQ Hörreise / 2015

Studioleitung Angelika Schnell/Eva Sommeregger

 

Autorinnen: Klara Jörg und

                       Marlene Lübke-Ahrens

Format:         Hörspiel

Sprache:        Deutsch

Länge:           21:48 min

 

Die MQ Hörreise beleuchtet die Rolle der Funktion in Architektur anhand des Museumsquartiers in Wien. Das Format gibt den verschiedene Stimmen des Komplexes Raum und spiegelt so die große Vielfalt und Heterogenität sowie dessen Geschichte wider. Durch das Ausreizen der Möglichkeiten im Medium Radio wird der Hörer auf eine Reise durch das MQ mitgenommen, in der Sprünge in Raum und Zeit möglich werden.

 

Link zur Homepage: www.radiopalladio.tk

Link zur Sendung: https://soundcloud.com/radio-palladio-1/mq-hoerreise

Interaktion am Kinkplatz / 2014

Studioleitung Hannes Stiefel/Luciano Parodi


Um eine neue Öffentlichkeit in die Schule am Kinkplatz zu bekommen, wird das Erdgeschoss
bei den hinteren drei Trakten fast völlig von den Räumen befreit und der neu gewonnene
Bereich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.  Der Außenbereich, mit Beetanlagen und Sitzgelegenheiten neu gestaltet, soll solwohl den Anrainern, als auch den Schülern und Lehrern als zusätzlichen Aufenthaltsraum zu Gute kommen. So ist auch ein Freiluftklassenzimmer unterhalb des dritten Traktes vorgesehen, ebenso wie ein Spielplatz unterhalb des ersten Traktes. Durch die Neuanordnung der Räume des Mittelblocks, soll jedem von ihnen der meist passendste Platz gegeben werden, um optimale Raumbedingungen zu erzielen. So sollte die Mensa, ein zentraler Treffpunkt, gut erreichbar sein und einen zugänglichen Außenraum bereit gestellt bekommen. Dabei wird nicht an Raumfläche eingespart, sondern diese neu organisiert. Dadurch entsteht eine teilweise neue Erschließung, die interaktiv zwischen innen und außen funktioniert.

Garden of light / 2014

Studioleitung Christina Díaz Moreno/Efren Garcia Grinda


The project is located in Seoul, near the city-center, on one of its green „islands“. The Korean culture with its Korean pop life and the old bathing traditions in so called Jjimjilbangs are the base for my project. The building, a gathering space for k-pop fans, is bringing them up in the nature first to attend to events as concerts and second to look at the mountains in a meditative way like in the old Confucian tradition. In every space you are able to do one specific action as standing, sitting or lying, which gets supported by the wooden
cone structure, which are creating different light conditions through their openings.

Orchid / 2013

Studioleitung Wolfgang Tschapeller/Werner Skvara


For this project I studied an orchid called Psychopsis Kalihi concerning its shape, geometry, material attributes and colors. I have chosen the back part of the petal leave of the
orchid, because it offers a huge space, which you do not recognize at first. A high space, which gives you the feeling of being save and protected by the other parts of the blossom
although the space is completely open. My starting point is our physical model, where I deform the wires by their length and by their position to create a new surface. I´m working with a double surface keeping the original one and creating a new surface above it to provide a new space in between. Therefore I am getting a very high and narrow space, which is able to offer different conditions concerning light and shadow created by several openings. My project provides a space to walk through experiencing the atmosphere of a narrow and extreme high space. Through a continuous path you are lead up the construction on the one hand to a closed, small space and on the other hand to an opened viewing platform. It is about the alteration from public to private, from light to shadow and from outside to inside.

Traust du dich? / 2013

Studioleitung Christina Condak/Manuel Singer


After studying stairs one semester, we were working on our own little design project at Marienbrücke at the Viennice Donaukanal, where does not exist a possibility to reach the lower level. The fact that the highway-level is a busy, noisy and dangerous place lead to my decision for a risky and instable construction of a suspension bridge, giving people the opportunity to step at the lowest point into a wooden box to get down to the sidewalk or to continue walking to the other side. The light hanging steel-/wood construction creates a contrast to the stable and closed wooden box.

Turm horizontal / 2012

Studioleitung Alois und Elena Neururer

 

Ausgehend von der Ikone Frank Lloyd Wright und seinem Falling Water House ging es primär um die Übertragung seiner stilisten Merkmale in einen eigenständigen Entwurf eines Ausstellungsturmes.